Dienstag,es ist kalt

Hallo ihr Lieben!

Wie ich mich gerade fühle,kann ich nunmal am besten in Form von Poesie ausdrücken,also hier mein erstes Blog-Poem

Wolkensang

Zart und leicht möcht ich sein-

wie eine Daune...

Meinen schweren Körper wie einen Mantel abstreifen und einfach hinaussteigen!

Wie schön wäre es,wie ein Schmetterling meine imaginären Flügel zu entfalten und gen Himmel zu fliegen...

Ich würde mich sanft in ein weiches,mich umhüllendes Wolkenmeer fallen lassen und mich geborgen fühlen...

Ich wäre umgeben von Zärtlichkeit,jede Faser meines körperlosen Ichs würde gekost und gekitzelt werden...

ich würde kichern und giggeln wie ein verknallter Teenager,

mich in den Wolken suhlen und aalen wie ein Neugeborenes,

welches zum ersten Mal nach dem Schock der Geburt,Mamas Geruch buchstäblich in sich einsaugt

und sich an Mamas Busen schmiegt,sich von ihr nähren lässt,gedankenlos,nur aus Gefühl bestehend...und LIEBE

und dieses Gefühl ist schier unbeschreiblich herrlich...

ich bin endlich angekommen,im Paradies und werde immer mehr eins mit meiner Wolke

wohlige Wärme nehme ich dankend auf,nach all der Kälte,die ich so lang still ertrug...ich lasse es zu,

geniesse diese Zeit und raumlose himmlische Metamorphose!

Alles,was mich solange quälte,mich verletzte und mein Leben immer mehr vereinnahmte wird mehr und mehr zu einer schwindenden Erinnerung...immer konturloser,schwächer...

einem dunklen Schatten gleich ,dem ich entstiegen bin!

Ich bin angekommen,Teil der Wolke,leicht und schwerelos...

Doch...HALT...Was ist das?!?!

Warum...WARUM...es zieht mich zurück,wie tausende Arme,die an mir zerren und mir keine Chance lassen,mich zu befeien!!

ImaginäreTränen strömen dort entlang,wo meine Wangen sein müssten,als ich meiner schwindenden Wolke nachblicke...

doch sie schwebt einfach weiter und weiter,als hätte es mich,einen Teil von ihr,nie gegeben und sie blickt nicht auf mich hinunter zurück,

wie ich schreiend und zappelnd zurück in meinen Körper gezerrt werde,

dem ich doch nie wirklich entsteigen konnte,denn zu schwer wiegen meine Emotionen und Gedanken....

meine Seele ist in einem Sack voller grauer Steine gefangen,wissend,dass die Schwere bis jetzt immer gewonnen hat...

Vielleicht auch immer die Oberhand behalten wird...!

Ich liege auf einem kalten,nassen Steinboden,die feuchte Kälte kriecht bis zu meinen Knochen durch und durch und was bleibt ist bloss noch die verblassende Erinnerung an den schönen Traum,

leicht wie eine Feder dahinzuschweben,ohne Angst und ohne Verantwortung...einfach nur glücklich und geliebt zu sein...

Doch eine Millisekunde-einen wunderbaren kurzen Moment  lang-

war es da-das Gefühl,frei zu sein,

sich erleichtert und geborgen zu fühlen,eins mit dem Universum,mit den Sternen...

Wie eine Daune...einfach so!

Von Patricia <3

Ja,gestern war ein harter Tag...er fing schon sehr übel an,mit einem Migräne-Anfall der "allerfeinsten" Sorte,der mich dazu zwang,den Termin bei meinem Psychotherapeuten abzusagen,der noch dazu recht wichtig war,da ich am nachmittag einen Gerichtsgutachter-Termin vor mir hatte.

Dieser Gutachter,ein Neurologe sollte grösstenteils dazu beitragen,mir meine Berufsunfähigkeits-Pension,in Deutschland Rente genannt, zu gewähren.

Dieser,für mich so wichtiger Termin, hatte ich mich seelisch die letzten Monate hindurch immer wieder und öfter sehr belastet und noch dünner werden lassen.

Ich habe schon vor zwei Monaten ein privates Gegengutachten erstellen lassen,für welches ich meinem Stiefvater sehr dankbar bin,denn ohne sein Geld wäre es mir niemals möglich gewesen,so zu agieren.

Dieses Gegengutachten wurde mir von einem sozialen Arbeitsrechtsanwalt dringend empfohlen.

Da ich zu diesem Zeitpunkt keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hatte, meinte er,dass ich mir sein Honorar,welches einige tausende Euro ausmachen könnte,als Sozialfall nicht leisten könne und daher meine Verwandtschaft bitten sollte,mir eben dieses Privatgutachten erstellen zu lassen.

Meine Eltern waren mittlerweile auch unter Zugzwang,da sie in der ständigen Angst lebten,dass ich zusammenbrechen könnte und daher bekam ich von ihnen die Möglichkeit, auch mein Messer fürs kommende Verfahren zu schärfen.

Statt einem Rechtsvertreter wird wohl die österreichische Arbeiterkammer ihre Leute auf meinen Fall ansetzen. Sie meinten zwar,dass sie ihre Rechtshilfe nur bei Verfahren hinschickten,die erfolgsversprechend erschienen,aber sowohl der internistische Gerichtsgutachter,als auch meine Privatgutachterin zweifeln meine Arbeitsfähigkeit an und somit werde ich wohkl diese Gerichtshilfe bekommen.

Gestern war also der Termin bei dem gerichrlich bestellten Neurologie-Gutachter,zu dem ich in Begleitung meines tapferen Stifvaters hinfuhr.

Es war alles andere als ein gemütlicher Sonntags-Spaziergang,vor allem,da ich immer mehr das Gefühl bekam, alle Zeichen,die Pension zu bekommen,laufen auf eine mindestens zweimonatige stationäre Aufnahme hinaus.

Mir wurde das zwar auch vom Internisten nahegelegt und vielen anderen Ärzten,doch mein psychosoziales Umfeld ist zwar belastend und verbessert meine Situation sicher nicht,doch ich werde hier zuhause gebraucht!

Erstens habe ich noch zwei minderjährige Kinder(meine Älteste hat eine eigenen Wohnung,ist verlobt und hat einen fixen Job) daheim,meine elfjährige Tochter wird gerade von der Pubertät gequält und mein Mann ist nicht in der Lage,meine Pflichten zu übernehmen,zu welchen neben der Versorgung der Kids auch die Führung eines Haushaltes in einer 200qm grossen Wohnung (gehört den Grosseltern,wir dürfen darin wohnen) zählt und das Kümmern um unsere beiden argentinischen Doggen.

Normalerweise würden doch schon gesunde Kerle mit solchen Pflichten überfordert sein,doch mein Mann ist sowohl körperlich,als auch seelisch schwer erkrankt und seit über 4 Jahren schwer krank und arbeitsunfähig!!

Das grösste Problem sind seine sehr schweren Depressionen mit rezidivierenden Suizidgedanken ,seine diversen Manien,Psychosen und Neurosen und ausserdem hat er jeden Tag starke Unterleibsschmerzen,da er unter chronischer Magen,Darm und Prostataentzündung leidet,durch Verwachsungen im Bauch und einer Fettleber,wegen der vielen  Medikamente.

Mein Mann hatte ausserdem vor Jahren einen schweren Motorradunfall,bei dem sein rechtes Knie komplett zertrümmert wurde und schon zweimal hatte er Jahre später an der Stelle Thrombosen.

Er nimmt mittlerweile über 16 verschiedene Medikamente,darunter so starke Antidepressiva und Neuroleptika,dass er ganz viel vergisst und den ganzen Tag in seinem Zimmer vor sich hin vegetiert und bloss in die Glotze stiert.

Alles überfordert ihn und mittlerweile ist er auch so pflegebedürftig,dass ich am Bundessozialamt um den Behindertenstatus angesucht habe.

Tja,langer Rede kurzer Sinn-der Gutachter gestern hat zwar zur Kenntnis genommen,dass alles an mir hängt,was ja auch stimmt,aber er hat meinen Mann eher so hingestellt,als ob er bloss zu faul wäre,oder so,und es schon kein Problem wäre,über 2 Monate stationär zu gehen.

Der sollte mal einen Tag in meiner Haut stecken,dann wüsste er,dass ich nicht einfach weggehenkann,das höchste der Gefühle wäre eine von mir sowieso angestrebte ambulante Behandlung.

Sollte ich die Pension nur unter der Auflage bekommen,mich stationär aufnehmen zu lassen,kann ich meine Kinder gleich in eine Pflegefamilie schicken,denn mein Mann kann sich nichtmal gescheit um sich selbst kümmern und würde generell auch mit dem Alleinesein nicht klarkommen.

Ich riskiere sowas doch nicht und noch dazu vielleicht auch noch einen drohenden Suizid meines Mannes...wie bescheuert ist das doch bitte?!?!

Aber so siehts zur Zeit aus..mein Leben!

Ein total bescheuertes,lächerliches Perpetuum mobile...

Lösung finde ich zur Zeit keine,ausser weiter dagegen anzukämpfen,meinen Bmi von 15 nicht weiter zu unterschreiten...

Bis bald,ihr Lieben

 

 

 

19.11.13 14:45

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen